AC/DC sind die Hard-Rock Legenden unserer Zeit. Ihre Songs wie “Highway To Hell”, “Whole Lotta Rosie” & “Let There Be Rock” haben Geschichte geschrieben. Ebenso Bon Scott, welcher Anfang 1980 verstarb. Der Auftritt der Band 1979 in Paris war das letzte Konzert mit Bon Scott, welches aufgezeichnet wurde. Lange gab es dieses nur als VHS-Kasette zu bestaunen, doch am 10.06.11 erschien dieses Konzert komplett remasterd auf Blu-ray Disc. Nach einer etwas längeren Odyssee der Blu-ray in der Post, hatte ich nun endlich die Möglichkeit mir die Blu-ray Disc anzuschauen.
Handlung
Die Blu-ray “AC/DC – Let there be Rock” ist nicht nur einfach ein Konzertmitschnitt, sondern es gibt auch schon während des Hauptfilms eine Menge an Interviews und Behind-the-Stage Material der Band zu sehen. So startet man nicht gleich mit dem Konzert, sondern es gibt erst einmal ca. 10 Minuten an Background Material rund um das Konzert in Paris zu sehen. Dann geht es mit dem Konzert und den 13 aufgezeichneten Songs los. Dazwischen werden immer mal wieder Interviews der Bandmitglieder oder Szenen rund um das Konzert eingespielt. Der komplette Hauptfilm hat eine Länge von 98 Minuten.
Ausstattung
Das normale Amaray Blu-ray Release von “AC/DC – Let there be Rock” kommt ohne viel Schnick-Schnack daher. Es besteht aus einer Blu-ray Disc, einem aktuellen Warner Programmheft im Inneren und keinem Wendecover. Plain and simple! Dafür können sich aber die Extras auch sehen lassen. Neben den 1 1/2 Stunden an Konzertmitschnitt und Backstage-Material gibt es nämlich noch einmal 97 Minuten an Dokumentationen mit dazu. Und diese sind nicht nur sehr interessant für AC/DC Fans, sondern auch mit 16:9 und Full-HD Auflösung dem Medium Blu-ray entsprechend.
Im Bereich “Videos” könnt ihr euch ein Unboxing-Video zu diesem Blu-ray Disc Release anschauen und in der Sektion “Extras” gibt es weitere Infos zum Bonusmaterial. Mit dem exklusiv auf der Blu-ray Disc vorhandenem Playlist-Feature hat man die Möglichkeit die Reihenfolge der 13 Songs zu ändern, bzw. Songs auszulassen und sich so sein ganz eigenes AC/DC Konzert zusammen zuschneiden.
Bild
Die originalen Aufnahmen des AC/DC Konzerts aus dem Jahr 1979 sind ganz offensichtlich einem Remastering unterzogen worden. Doch sollte man nicht vergessen, dass es sich dabei noch immer um Filmmaterial handelt, was über 30 Jahre auf dem Buckel hat. So kann auch trotz der aktuellen Technologie nicht alles besser oder schöner gemacht werden. So sind einige Aufnahmen des Konzertes eben unscharf und man muss sich über die Gesamtlänge mit einem relativ starken Grundrauschen anfreunden.
Wer also an dieser Stelle perfektes HD-Material erwartet, wird sicherlich enttäuscht werden. Auf der anderen Seite bekommt man hier immerhin ein Stück Geschichte geboten, welches dafür durch authentisch wirkende Filmaufnahmen, die übrigens im originalen 4:3 Format belassen worden sind, überzeugen kann. Beim Bonusmaterial kommt dann wieder der Vorteil der Blu-ray Disc zur Geltung, hier gibt es scharfe Interview-Aufnahmen in 16:9 und HD-Qualität.
Ton
Neben der originalen Stereo-Tonspur, kann man für das eigentliche Konzert auch eine 5.1 Tonspur auswählen. Der Sinn dahinter hat sich mir leider nicht ganz erschlossen, da die Surround-Kanäle nicht wirklich genutzt werden, sondern einfach nur sehr leise die Stereospur auf alle anderen Kanäle gemischt wurde. Der einzige Vorteil ist ein knackigerer Bass. Daher würde ich empfehlen, die 5.1 Tonspur auszuwählen, den Receiver dann aber im Stereomodus laufen zu lassen. Das führte jedenfalls auf meinem Setup zu dem besten Ergebnis.
Fazit
Als AC/DC Fan muss ich dieses Blu-ray Disc Release einfach für alle Fans uneingeschränkt empfehlen. Die echten Fans sollten sich jedoch noch überlegen, ob nicht die Collector’s Edition mit den ganzen Sammlerstücken, für sie interessanter ist. Diese konnte ich an dieser Stelle leider nicht für euch testen – ich bin mir jedoch sicher, dass sie noch mal einen besseren Mehrwert gegenüber diesem Blu-ray Disc Release liefert.
Wenn ihr einfach nur neugierig auf AC/DC seid oder Konzerte im Allgemeinen sammelt, dann bin ich mir nicht sicher, ob vielleicht das DVD-Release “AC/DC – Let there be Rock” ausreicht. Denn die Vorteile der Blu-ray Disc in Sachen HD-Bild und Ton werden hier eigentlich nur bei den Extras genutzt.
Extras
Songlist
- „Live Wire“
- „Shot Down In Flames“
- „Hell Ain’t A Bad Place To Be“
- „Sin City“
- „Wall All Over You“
- „Bad Boy Boogie“
- „The Jack“
- „Highway T o Hell“
- „Girls Got Rhythm“
- „High Voltage“
- „Whole Lotta Rosie“
- „Rocker“
- „Let There Be Rock“
Bonusmaterial
- AC/DC – Urgestein des Gitarrenriffs: Niemand hat es im Riff-Rock zu einer derartigen Klasse gebracht wie AC/DC. Wir erleben Angus und Malcolm Youngs telepathischen Groove und Phil Rudds hämmerndes Schlagzeug.
- Angus Young: Ein wahres Gitarren-Monster: Angus Youngs Verwandlung vom unscheinbaren Schuljungen in ein entfesseltes Rock-Monster elekrisiert die Menge. Wir erfahren, was diese Zeitbombe zum Ticken bringt.
- Bon Scott: Der Rock’n’Roll-Pirat: Bon Scott war der Anführer der AC/DC-Show – eine Kombination aus „Screaming Sex“ und wüstem Charme. Hier gibt es Einblicke in das Leben eines klassischen Rock’n’Roll-Piraten.
- AC/DC – Ein felsenfestes Vermächtnis: Während ihres Aufstiegs von der Bar- Band zum Stadion-Rock blieben AC/DC sich immer treu. Rocker-Kollegen und Journalisten analysieren den Aufstieg der Band ins Pantheon der Rock’n’Roll- Geschichte.
- Laut, geladen & entsichert: Die Rituale des Rocks: Erfahrene Rocker, Schauspieler und Journalisten erinnern sich, wie sie mit AC/DC aufgewachsen sind – frühe Zeugen des schonungslosen, markerschütternden Rocks der legendären Combo.
- Interviews zu 6 Liedern

















